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Hericium

Den Baumpilz Hericium erinaceus schätzt man in er­ster Linie wegen seines immensen Potentials in Bezug auf den Magen-Darm-Trakt. Er pflegt die Verdauungsorgane beginnend beim Magen über die Leber, den Dünndarm bis hin zum Dickdarm. Überall entfaltet er seine hervorragenden Wirkungen. Der ganze Trakt wird beruhigt, die Verdauung reguliert.

Oft ist die Ausdünnung der Magenschleimhaut schuld an vielen Beschwerden, wird sie doch durch die Magensäure sehr gefordert. Der Hericium baut – als eines der wenigen Naturmittel überhaupt – die Magenschleimhaut wieder auf. Somit wirkt er den Folgen entgegen wie Gastritis sowie Geschwüren des Magens und des Zwölffingerdarms. Außerdem bekämpft der antibakterielle Hericium einen weiteren Auslöser für Gastritis: Das Helicobacter pylori-Bakterium. Sodbrennen, Reflux, Ent­zündungen, Brennen im Magen und Reizmagen bessern sich innerhalb weniger Tage und können bei längerer Einnahmezeit von etwa einem halben Jahr gründlich ausgeheilt werden. Der übliche „Magenschutz“ – medikamentöse Behandlung mit bedenklichem Aluminium-Gehalt – kann entfallen.

Häufig ist man Magenprobleme dann für immer los, sofern nicht etwa Nahrungsmittelunverträglichkeiten für neue Entzündungen sorgen. Doch auch dort wirkt sich der Hericium günstig aus. Er regeneriert die Darmschleimhaut. Nebenbei gleicht der Hericium das Immunsystem bei überschießenden Reaktionen aus, was ihn zu einem hilfreichen Begleiter bei Autoimmunerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn macht.

Sowohl Dünndarm als auch Dickdarm profitieren von der regenerierenden Wirkung des Hericium auf Schleimhaut und Darmflora. Störungen der Darmflora, etwa nach Antibiotika-Behandlung, sind darum ebenfalls Einsatzbereiche für den Pilz. Bei Hämorrhoiden, Verstopfung und Candida-Pilzen hat er sich ebenso bewährt.

Repariert geschädigte Nerven
Eine weitere Besonderheit des Hericium liegt im Bereich der Regeneration des Nervengewebes. Er regt nachweislich die Produktion von Nervenwachs­tumsfaktoren an. Der Nervenwachstumsfaktor reguliert und stimuliert Wachstum, Differenzierung und Überleben von Ner­venzellen. Außerdem baut Hericium die Myelinschichten der Nerven wieder auf, sodass allein schon die Chance, überhaupt Hilfe zu finden, den Be­troffenen ein Versuch mit Hericium wert sein sollte.

Nervenschäden können aus vielerlei Gründen entste­hen – beispielsweise durch Unfälle, Entzündungen, Fehlbelastung, Überlastung, Tumore, Stoffwechsel­erkrankungen, Operationen oder degenerative Ner­venerkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose. Dabei kann es zu leichten und schweren, vor­übergehenden oder bleibenden Ausfällen der Nervenfunktion kommen, zu Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Missempfinden oder Lähmungen. Hericium kann bei Nervenverletzungen und Neuropathien, sogar wenn sie infolge von degener­ativen Nervenerkrankungen entstanden sind, sehr gut unterstützen. Durch Anregung des Nervenwachs­tumsfaktors kann etwa der Zerfall von Mitochondrien (Energiegewinnungszentralen der Zellen) bei Parkinson reduziert werden und bei Multipler Sklerose (MS) können die Myelinschichten bei frühzeitiger Anwendung wieder regenerieren. Oft kombiniert man bei MS mit weiteren Vitalpilzen wie dem Reishi, der gegen Entzündungen besonders gut wirkt, und dem Agaricus blazei murrill aufgrund seiner Fähigkeit, bei Autoimmunerkrankungen zu unterstützen.

Die Erfahrungen mit Hericium sind erstaunlich. Lähmungen, Neuralgien, Empfindungsstörungen, Depressionen, schwache Nerven – in sehr kurzer Zeit gibt es Verbesserungen bis hin zu völliger Beschwerdefreiheit.

Bei Schmerzen, Alzheimer, Schlaganfall
Nicht nur die Nerven des peripheren Nervensystems, auch die des zentralen Nervensystems profitieren vom Hericium. Spielt doch auch dort bei bestimmten Erkrankungen der Nervenwachstumsfaktor eine ent­scheidende Rolle. Etwa bei Alzheimer, Demenz, Epilepsie oder nach Schlaganfall. Alzheimer wird mit mangelhafter Bildung des Nervenwachstumsfaktors in Zusammenhang gebracht. Künstlich kann man ihn nicht zuführen, da er die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Der Hericium enthält aber zwei Stoffe, die das können: die Hericenone und Erinacine. Diese helfen auch bei chronischen Schmerzen, wobei Hericium häufig mit Reishi kombiniert wird für noch bessere Erfolge.

Hericium wirkt sich auch bei schwachem Nervenkostüm günstig aus: durch seine stimmungsaufhellende Wirkung bei Nervosität, innerer Unruhe, nervlich bedingten Blutdruckschwankungen, Depressionen, Äng­sten und Schlafstörungen sowie bei psychosomatischen Magenbeschwerden oder Neurodermitis. Letztere ist eine multifaktorielle Erkrankung mit nervlicher Komponente und häufig stehen Unverträglichkeiten und Allergien im Hintergrund.

Der Hericium hat überhaupt einen starken Bezug zur Haut. So kann es zu Beginn der Einnahme wie bei anderen Heilpilzen auch, zu Pickeln oder zu Durchfall kommen, die als Entgiftungsreaktionen zu sehen sind. Man sollte die Dosis reduzieren und sie erst langsam wieder steigern.

Ähnliche Wirkungen wie andere Vitalpilze
Der Hericium hilft bei der Stressanpassung und schützt den Körper vor den negativen Folgen von Dauerstress, indem er den permanenten Ausstoß von Stresshormonen verhindert und so die Gesundheit erhält.

Er senkt auch Cholesterin und Triglyceride. Die positive Wirkung in den Wechseljahren, die man bei Vitalpilzen beobachtet, liegt ebenso beim Hericium vor. Weiters hat der Hericium immunstärkende Kraft wie der Reishi oder der Cordyceps, da er ebenfalls immunstimulierende Polysaccharide enthält. Begleitend ist der Hericium daher bei allen Infektionen günstig. In Bezug auf Krebs und Metastasen wurden, wie man das bei den Vitalpilzen ja kennt, auch beim Hericium beachtliche Wirkungen entdeckt. So wirkt er speziell auf Sarkome wachstumshemmend und unterstützt bei Magen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm- und Hautkrebs. Bei Speiseröhren- und Dickdarmkrebs wurde darüber hinaus eine Hemmung der Metastasenbildung beobachtet. Auch Nebenwirkungen der Chemotherapie, vor allem bezogen auf den Magen- und Darmtrakt wie Übelkeit und Durchfall, legen sich mit Hericium.

Hericium unterstützt bei:

  • Allergien
  • Alzheimer
  • Angstzuständen
  • Asthma
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Chronischen Schmerzen
  • Cholesterin
  • Colitis Ulcerosa
  • Darmdysbiosen (Fehlbesiedelung des Darms)
  • Depressionen
  • Entzündungen
  • Epilepsie
  • Gastritis
  • Geschwüren
  • Hämorrhoiden
  • Helicobacter pylori
  • Herpes Zoster
  • Histaminintoleranz
  • Leaky Gut Syndrom
  • Krebs (vor allem von Magen, Speiseröhre, Darm, Haut, Sarkome)
  • Magenbeschwerden
  • Morbus Crohn
  • Multipler Sklerose
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Nervenverletzungen
  • Neurologischen Erkrankungen
  • Neurodermitis
  • Parkinson
  • Polyneuropathien
  • Querschnittlähmung
  • Reflux
  • Reizdarm
  • Reizmagen
  • Rosacea
  • Schlafstörungen
  • Schlaganfall
  • Schleimhautentzündungen
  • Sodbrennen
  • Stress
  • Trigeminusneuralgie
  • Übergewicht
  • Übersäuerung
  • Unruhe
  • Wechseljahrbeschwerden
  • Verdauungsproblemen
  • Vergesslichkeit
  • Verstopfung

Infoblatt Download (06/2016)