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Agaricus

In Japan und China hat die Mykotherapie, die Behandlung mit Pilzen, eine große, jahrtausende alte Tradition. Doch vor etwa 50 Jahren wurde auch im Regenwald Brasiliens ein besonderer Pilz entdeckt. Der Agaricus blazei murrill (ABM) oder auch Agaricus brasiliensis ist ein Wiesenchampignon und sehr beliebter, schmackhafter Speisepilz. Die Einheimischen nennen ihn “Göttlicher Pilz”, “Sonnenpilz”, “Mandel­pilz” oder “Pilz des Lebens”. Er kommt nirgendwo sonst in der Welt in der Natur vor und ist einzigartig, da er den höchsten Gehalt an Polysacchariden von allen bekannten Heilpilzen aufweist.

Heilpilze sind Immunregulatoren
Pilze sind entwicklungsgeschichtlich dem Menschen näher als Pflanzen. Ihre Polysaccharide, wertvolle Mehr­­fachzucker, wie etwa die im ABM so reichlich und im idealen Verhältnis zueinander vorkommenden Alpha D- und Beta D-Glukane, ähneln in Größe, Struktur und Verästelungen der Oberfläche von Viren und Bakterien, die den Menschen befallen. Dadurch haben Polysaccharide die Fähigkeit an menschliche Immunzellen anzudocken und sie in Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Krankheitserreger der Pflanzen sehen hingegen anders aus. Das könnte die Begründung dafür sein, warum Pflanzen als Immunregulatoren für das menschliche Immunsystem nicht ganz so wirksam sind wie eben die Gruppe der Heilpilze.

Japanische Forscher erkannten als erste die starke krebshemmende Wirkung des ABM und wiesen sie nach. Seine Polysaccharide sind ideal konzipiert um damit speziell Wirkungen auf das Immunsystem zu provozieren. Etwa kann es sich schneller und stärker in die Richtung der notwendigen Immunantwort ausrichten und die T-Helferzellen können langfristig balanciert werden. Das ist immens wichtig angesichts der großen Gesundheitsprobleme unserer Zeit wie chronische Belastungen durch Krebs, Viren, Bakterien, Pilze, Autoimmunerkrankungen und Allergien.

Polysaccharide in der Krebsbegleitung
Polysaccharide liefern dem Körper notwendige Informationen zur Erkennung von Krebszellen und sind daher ein wesentlicher Faktor zur Krebsprävention sowie in der Nachbehandlung, um ein erneutes Auftreten zu vermeiden. Ohne diese Informationen wachsen Krebszellen möglicherweise unentdeckt am Immunsystem vorbei. Außerdem aktivieren die Polysaccharide das Immunsystem und es kommt dabei zu einer erheblichen Vermehrung von Interferon, Interleukinen, zu einer Aktivierung der T-Lymphozyten, der körpereigenen Fresszellen und der natürlichen Killerzellen, die für die Zerstörung von diversen Erregern sowie für den Abtransport von Fremdstoffen zuständig sind.

Zum Schutz vor hormonabhängigen Krebsarten wie Brustkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs oder auch vor Blasenkrebs kann die aromatasehemmende Wirkung der ABM-Polysaccharide beitragen. Besonders bei Frauen nach dem Wechsel und bei Männern in fortgeschrittenem Alter stellt das körpereigene Enzym Aromatase ein erhöhtes Risiko für zu starkes Ansteigen des Östrogenspiegels dar. Nebenbei wird mit natürlichen Aromatase-Hemmern die Entwicklung von     übermäßigem Bauchfett gebremst. Aromatase-Hem­mer wirken weiters der „Verweiblichung“ des älteren Mannes entgegen, indem sie die Umwandlung von Testosteron in Östrogen hemmen. Der ABM kann aber, wie der Reishi Heilpilz und der Cordyceps Heilpilz, noch mehr in puncto Hemmung gefährlicher Enzyme. Er gilt auch als ein 5-Alpha-Reduktase-Hem­mer und ist daher wirksam gegen Prostatavergrößerung und hormonabhängigen Prostatakrebs.

Weitere wirkungsvolle Inhaltsstoffe des ABM sind Triterpene. Sie sind jedoch nur enthalten, wenn es sich um ein Vollspektrumpilzpulver und nicht um einen Extrakt der Polysacacharide handelt. Der ABM enthält etwa Ergosterin, die Vorstufe des Vitamin D2. Es hemmt die Ausbildung von kleinen Blutgefäßen rund um die Tumorzellen, sodass der Tumor sich nicht so leicht an das bestehende Gefäßsystem andocken kann. Ergosterin stoppt also die Gefäßneubildung und damit Krebswachstum sowie die Metastasenbildung. Außerdem werden Reparatursysteme der gesunden Zelle angeregt und das DNA Reparatursystem (Telomerase) von Krebszellen wird gehemmt.

Der ABM lindert - wie alle Vitalpilze - die Nebenwirkun­gen von Chemotherapie und Bestrahlung, indem er die verbliebenen Gifte, ja sogar radioaktive Substanzen, ausleitet, das Blut reinigt und die Blutbildung im Knochenmark fördert. Das weiße und das rote Blutbild können sich rascher regenerieren, es kommt zu weniger Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit usw. Die stärkenden Eigenschaften in Bezug auf die Milz und das Lymphsystem sowie die leber­schüt­zenden Eigenschaften kommen Krebspatienten ebenfalls zugute. Der ABM fördert die Glutathionbildung und wirkt daher zusätzlich auch stark antioxidativ und entgiftend.

Japan, Brasilien und die USA sind Vorreiter bei der Verwendung des Pilzes. Seit 1993 wird er dort gezüchtet und ist in diesen Ländern als Krebsmittel zugelassen. Erfolge werden - im Rahmen einer ganz­heitlichen Krebstherapie, wo er immer als eines von mehreren Mitteln eingesetzt werden kann und idealer­weise energetisch ausgetestet wurde – in erster Linie bei Krebserkrankungen von Gehirn, Blut (Leukämie), Haut, Magen, Ehrlich-Aszites-Karzinom (EAC), Darm (Sigmoid Darmkrebs), Bauchspeicheldrüse, Leber, Lunge, Brust, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstöcken und Prostata verzeichnet.

Viren und Bakterien
Virenschutz wird heute immer wichtiger. Die Triterpene des ABM tragen zur Vernichtung von Viren bei, hemmen Entzündungen ähnlich wie Cortison und dienen auch als nebenwirkungsfreier Ersatz dafür. Entzündungsauslösende Erreger werden dabei direkt im Krankheitsherd bekämpft und schon zu Beginn der Infektion in ihrer Vermehrung gehemmt. Bei Hepatitis-Erregern ist der ABM daher genauso günstig wie bei simplen grippalen Infekten, Herpes oder HIV-Infektion. Sogar beim Polio-Virus (löst Kinderlähmung aus) zeigt eine Studie, dass der ABM sofort zu einer Reduzierung der Plaquezahl um 50 bis 88 Prozent führten und dass die antivirale Wirksamkeit unmittelbar nach der Polio-Virus-Infektionsphase besonders groß ist.

Ebenso hilfreich ist der ABM bei Bakterien und Pilzen. Bei Streptokokken- und Salmonelleninfektionen bei­spiels­weise konnten antibiotische Effekte beobachtet werden. Borreliose ist eines der wichtigsten Einsatz­gebiete. Aber selbst bei jeder anderen bakteriellen Infektion kann man ihn zumindest unterstützend anwenden, denn es kommt heutzutage immer häufiger zu Antibiotikaresistenzen.

Autoimmunerkrankungen und Allergien
Seine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem unterstützt bei Autoimmunerkrankungen, etwa bei Rheuma, Multipler Sklerose, Hashimoto Thyeroiditis, Fibromyalgie, Alzheimer, Parkinson oder bei Diabetes Typ 1. Oft ist eine banale virale Erkrankung Auslöser, wenn es zu einer fehlgeleiteten Immunreaktion kommt, bei der nicht nur „fremde Eindringlinge“, sondern auch körper­eigene Zellen angegriffen und zerstört werden – bei Diabetes Typ 1 sind es die insulinproduzierenden Betazellen. Fortan muss Insulin zugeführt wer­den. Der ABM-Pilz wird hier sehr empfohlen, denn unter seiner Anwendung verlangsamt sich die Zuckeraufnah­me über den Darm.

Bei Diabetes Typ 2 wird die Insulinresistenz ver­bessert. Sie gilt auch als Risikofaktor für die Entwicklung einer Arteriosklerose und soll an der Entstehung des Syndroms der Polyzystischen Ovarien (POS) beteiligt sein - eine gerade bei jungen Frauen häufige Ursache von Sterilität und Zyklusstörungen.Bei Allergien zeigt der ABM eine langfristige und eine kurzfristige Komponente. Es geht einerseits um die langfristige Balancierung der Th1/Th2-Antworten. Andererseits mildert der ABM auch kurzfristig allergische Reaktionen jeglicher Art. Es kommt zu einer Verlangsamung der Sensibilisierung gegenüber Antigenen, man reagiert nicht mehr so heftig. Außerdem wird die Histaminausschüttung abgeschwächt, eine weitere Wirkung der Triterpene.

Gefäße, Entzündungen und Burnout
Außerdem schützt der ABM die Gefäße. Er ist dank seiner Triterpene auch ein ACE-Hemmer (ACE wirkt indirekt gefäßverengend). Der ABM senkt daher Blut­hochdruck, Cholesterin und Triglyceride, unterstützt bei Herzschwäche, Angina pectoris-Schmerzen, reduziert Thrombosebildung und macht das Blut besser fließfähig. Allerdings müssen eventuell angewendete blutverdünnende Medikamente darauf abgestimmt werden.

Wie alle Heilpilze ist der ABM günstig bei allen Entzündungen wie Gastritis, Dermatitis oder Bla­sen­entzündung. Er wirkt ebenso entgiftend, verbes­sert die Verdauung und ist zur Darmregulierung ge­eignet. Er unterstützt die Lunge, etwa bei Asthma, Husten, Bronchitis oder Lungenentzündung.

Der ABM schenkt Energie, zeigt stressanpassende (adapto­ge­ne) Wirkung und ist auch bei Burnout oder bei chronischer Müdigkeit gut einsetzbar. Der ABM kann mit anderen Heilpilzen gut kombiniert und auch höher dosiert langfristig angewendet werden. Auch Kinder und Tiere reagieren sehr gut darauf. Nur Schwan­gere sollten ihn aufgrund fehlender Forschun­gen nicht verwenden.

Agaricus blazei murill unterstützt bei:

  • Allergien
  • Alzheimer
  • Angina
  • Angina Pectoris
  • Arthritis/Arthrose
  • Asthma
  • Atemwegserkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Bakteriellen Entzündungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Bluthochdruck
  • Borreliose
  • Bronchitis
  • Burnout-Syndrom bzw. Fatigue-Syndrom
  • Diabetes Typ 1 und Typ 2
  • Durchfall
  • Entgiftung
  • Entzündungen
  • Erektiler Dysfunktion
  • Fibromyalgie
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Grippalem Infekt
  • Gastritis
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Hauterkrankungen
  • Hepatitis
  • Herpes
  • Herzschwäche
  • HIV-Virus
  • Hypertonie
  • Hohen Cholesterinwerten
  • Immunschwäche
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krebsvorsorge
  • Krebs, v. a. Brust-, Bauchspeicheldrüsen, Eierstock-, Haut-, Magen-, Darm-, Leber-, Vorsteherdrüsenkrebs, Leukämie, Gehirntumor, Non Hodgin Lymphom, Sarkom
  • Lebererkrankungen (Leberzirrhose)
  • Lungenentzündung
  • Milzerkrankungen
  • Müdigkeit
  • Multipler Sklerose
  • Nebenwirkungen der Chemo- oder Strahlentherapie
  • Parkinson
  • Pilzinfektionen
  • POS (Syndrom der Polyzystischen Ovarien)
  • Rheuma
  • Schilddrüse
  • Stress
  • Uveitis
  • Wechseljahrbeschwerden

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