Drucken

Artemisia annua

Es gibt über 300 Artemisia-Arten. Doch nur die Artemisia annua (einjähriger Beifuß) ist in der chinesischen Medizin seit langem schon hochgeschätzt. Sie wird traditionell gegen Malaria, Fieber oder Hämorrhoiden eingesetzt. Auch die Entwöhnung von Alkohol, Zigaretten und Drogen fällt mit Artemisia leichter.

Auf die richtige Qualität kommt es an
Eine spezielle Züchtung der Artemisia annua, mit zehn bis zwanzigfach höherer Wirkstoffdichte gegenüber der wirkstoffarmen Wildform, bringt absolut bemerkenswerte Heilerfolge hervor und wird derzeit in der Entwicklungshilfe bei vielen lebensbedrohlichen Erkrankungen eingesetzt. Diese allerbeste Qualität hat grüne (keine grauen) Blätter und stammt aus Anbau, während die Wildform wirkstoffarm und daher nutzlos ist. Die Artemisia annua ist nur dann empfehlenswert, wenn sie ohne die gebräuchliche Beimengung von nutzlosen Stielen als hochwertiger, aber leider unangenehm schmeckender Tee oder auch fein vermahlen als geschmacksneutrale Kapseln verwendet wird. Da man große Mengen von 5 g täglich im Akutstadium schwerer Erkrankungen nehmen sollte – das kann zwischen einer Woche und etwa sechs Wochen der Fall sein - können die Kapseln von Vorteil sein. Sie sind aber viel teurer als im Internet über die Entwicklungshilfe angebotener Tee, den man auch selbst in der Kaffeemühle vermahlen und in Joghurt oder ähnlichem löffelweise zu sich nehmen kann.

Malaria und andere Fiebererkrankungen
Haupteinsatzbereich für die Artemisia annua ist Malaria, eine Erkrankung, die jährlich hundertausende Todesfälle verursacht. Aber auch andere oft tödlich verlaufende Fiebererkrankungen der Tropen wie Dengue oder Gelbfieber sowie Erreger wie Babesien, Bartonellen, Rickettsien, Ehrlichen und Mykoplasmen können damit behandelt werden. Dabei ist es nicht nur der Hauptwirkstoff Artemisinin, der dem Erreger entgegenwirkt. Die Blätter der Artemisia enthalten eine Vielzahl von Stoffen, die mit dem Artemisinin zusammenwirken und damit erst die guten Erfolge bringen. Etwa sind darunter sechs verschiedene Flavonoide.

Vorbeugend nimmt man Artemisia in einer Dosierung von 1,2 g, beginnend am Ankunftstag im Malariagebiet (auf einmal einnehmen, nicht über den Tag verteilen!). Dazu ist Moringa Blatt in derselben Dosierung günstig, da dadurch, wie weiter unten beschrieben wird, der normalerweise schnelle Abbau des pflanzlichen Artemisinins verhindert, seine Wirkdauer im Blut also verlängert wird.

Artemisinin gegen Krebs
Artemisia kann bei allen Krebsarten eingesetzt werden, außer vielleicht bei Leukämie, da es neben Besserungen auch Verschlechterungen gegeben hat. Artemisinin wird auch synthetisch hergestellt und ist für sich allein genommen schon ein Chemotherapeutikum (Artensunate, seit 1996). Die Artemisia-Pflanze enthält jedoch noch zwanzig weitere antitumorale Inhaltsstoffe sowie immunstimulierendes Astralgin, Coumarin und Eupatorin und hat praktisch keine Nebenwirkungen. Im Gegenteil, nimmt man sie zusammen mit Chemotherapie, kann man Nebenwirkungen der Chemotherapie lindern, außerdem auch für weniger Resistenzbildung gegen die Chemotherapie sorgen, denn auch diese Eigenschaft hat das Artemisinin. Allerdings spricht ein wichtiger Faktor dagegen, Artemisia annua mit etwas anderem als dem Immunstimulans Moringa zu kombinieren.

Artemisinin führt zu einer vermehrten Bildung des an der Entgiftung beteiligten Enzyms Cytochrom P450 und wird daher schnell abgebaut. Moringa hemmt das Enzym, verlängert daher die Wirkung von Artemisinin. Beide zusammen sind also ideal. Da jedoch auch viele Medikamente über Cytochrom P450 abgebaut werden, kann es bei begleitender Einnahme von Medikamenten eventuell zu Interaktionen kommen mit Immunsuppressiva, Chemotherapeutika, Antibiotika, Antimykotika, Antidepressiva, Statine, SSRis, Kalziumkanalblockern. Das spricht für eine Anwendung nur in Zeiten, wenn man keine Medikamente nimmt (bitte dazu den Arzt befragen, Medikamentenliste siehe auch Internet unter Cytochrom P450). Zumindest sollte man zusätzlich Moringa nehmen, da sich die Auswirkung auf Cytochrom P450 durch die Kombination aufheben könnte.

Eisenhältige Krebszellen
Artemisinin wirkt gleich mehrfach gegen Krebs. Krebszellen haben meist einen erhöhten Eisengehalt. Artemisinin enthält eine Peroxidbrücke im Molekül. Sie bricht beim Kontakt mit Eisen auf, freie Radikale entstehen, die die Krebszellen angreifen und zum Zelltod führen. Außerdem schneidet Artemisinin den Tumor von der Nährstoffversorgung ab, indem Blutgefäße nicht gebildet werden können, die sogenannte „Angiogenese“ gestört wird. Der Tumor wird nicht unbedingt kleiner, doch er wird ausgehungert. Artemisia macht manche Tumorzellen außerdem strahlungsempfindlicher, hat aber auf gesunde Zellen keine Auswirkung.

Artemisia bei Aids, Candida, Borreliose
Gute Erfahrungen machten Entwicklungshelfer mit Artemisia auch in Zusammenhang mit Aids, Bilharziose, Chikungunya, Leishmaniose, Dengue, Candida, Pfeiffersches Drüsenfieber, Lupus erythematodes, MS, Psoriasis, Colitis ulcerosa, Rheuma und anderen Autoimmunerkrankungen. Gute Rückmeldungen gibt es bei Hämorrhoiden (niedrige Dosierung von 1,2 g, zusätzlich etwas in eine Salbe rühren), Erkältungen, Fieber und Warzen. Bei Bronchitis inhaliert man mit dem Tee.

Bei Borreliose öffnet Artemisia die Zelle, die den Borrelien als Versteck dient. Daher spielt sie bei allen anderen Therapiemaßnahmen mit eine Rolle. Doch in Kombination mit Medikamenten wie manchen Antibiotika sind Nebenwirkungen nicht auszuschließen, wie oben ausgeführt. Daher ist empfohlen Artemisia nicht parallel zu Medikamenten zu nehmen, die über Cytochrom P450 abgebaut werden.

Artemisia annua kann unterstützen bei:

  • Aids
  • Autoimmunerkrankungen
  • Babesien
  • Bartonellen
  • Bilharziose
  • Borreliose
  • Bronchitis
  • Candida
  • Chikungunya
  • Coilitis ulcerosa
  • Dengue Fieber
  • Ehrlichen
  • Entzug (Alkohol, Zigaretten, Drogen)
  • Gelbfieber
  • Hämorrhoiden
  • Herpes
  • Krebs
  • Leishmaniose
  • Lupus erythematodes
  • Malaria
  • Mykoplasmen
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Psoriasis
  • Rickettsien

Download Infoblatt (01/2017)