Ethno Medizin  Raum & Zeit
Wulfing von Rohr interviewt Dr. Doris Ehrenberger, Expertin für Naturheilkunde
Video Interview Wulfing Rohr und Doris Steiner-Ehrenberger  Video Starten Playknopf
Dr. Doris Steiner-Ehrenberger geht es um die Rückbesinnung der Menschen auf die Geschenke der Schöpfung, den Respekt gegenüber der Natur und die sinnvolle Nutzung der Kräfte und Pflanzen aus der Natur sowie die Anerkennung der Medizinkulturen der Naturvölker. Sie geht in diesem Gespräch auf wesentliche Grundlagen der Gesundheit und Heilung ein und spricht auch über einen ausgesprochen weiblichen Zugang und Weg zu Gesundheit und Heilung. Dr. Doris Ehrenberger stellt einige wesentliche Nahrungsergänzungs- und Naturheilmittel vor, darunter auch so ungewöhnliche wie Reishi 4-Sorten-Extrakt, Baobab-Fruchtpulver; natürliche Vitamin-B-Komplexe aus Quinoa und Krill-Öl, das noch höherwertige Omega 3-Fettsäuren als Fischöl enthält. Schließlich ruft sie dazu auf, dass wir noch bewusster und eigenverantwortlicher mit unserer Gesundheit im Zusammenspiel mit den wirklich natürlichen Gaben von Mutter Erde umgehen.

2016 4 cover LEBE natürlich - das Magazin für Natur und Therapie
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Bevor die Nase rinnt

Den Körper stärken im Rhythmus der Natur

Sternanis, Baobab & Co. sollten in keiner Hausapotheke fehlen. Die vielseitigen, gesunden Helfer sind sogar vorbeugend wirksam. Jetzt im Herbst regiert nach der chinesischen Medizin das Metallelement und alles, was seine zugeordneten Organsysteme Lunge und Dickdarm regeneriert, macht uns in der kalten Jahreszeit weniger anfällig.



Nicht jeder Windhauch muss gleich eine Erkältung bedeuten. Wer aber überdurchschnittlich oft krank wird, kann jetzt schon etwas unternehmen. Nach der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre ist der Herbst die ideale Zeit, um die dem Metallelement zugeordneten Organe Lunge und Dickdarm zu stärken. Davon profitieren nicht nur die Atemwege, die im Winter vielen Belastungen ausgesetzt sind, sondern auch das Immunsystem, das zu etwa 80 % über den Darm läuft und dessen Stabilität maßgeblich vom Zustand des Darms und seiner Besiedelung mit gesunden Darmbakterien abhängt.

Sternanis beugt vor

Lunge und Dickdarm reagieren jetzt verstärkt auf  regenerierende Maßnahmen und unterstützende Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel. Was könnte zu diesem Zeitpunkt geeigneter sein als mit Sternanis, dem asiatischen Gewürz mit wärmender, antiviraler, schleimlösender und darmfördernder Wirkung gleich mehrere Vorteile auf einmal zu erzielen? Sternanis ist dem Metallelement zugeordnet und bereitet Lunge und Dickdarm und auf die kalte Jahreszeit vor. Wer anfällig ist,  sollte damit schon jetzt vorsorgen. Selbst für Kinder ist Sternanis geeignet, schmeckt es doch so schön nach Lakritze. Zur Grippevorbeugung nimmt man mindestens 2 Kapseln täglich, Kinder 1 bis 2 Kapseln, die man auch lose mit dem Löffel geben kann.  

Bei auftretenden akuten Erkältungssymptomen, egal ob es sich um Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen handelt, sollte man Sternanis ein, zwei Tage lang in hoher Dosierung von fünf oder je nach Situation auch mehr Kapseln, dreimal täglich anwenden. Auch öfter, bzw. immer dann, wenn man sich wieder schlechter fühlt. Unter Umständen kann es aufgrund der reichlich vorhandenen ätherischen Öle zu leichtem Aufstoßen kommen, sonst sind keinerlei Nebenwirkungen des Gewürzes bekannt.

Sternanis ist der Ausgangsstoff des Anti-Grippe-Mittels Tamiflu und greift aktiv bei viralen Infektionen ein. Es verhindert, dass sich ein Virus von der Wirtszelle lösen und vermehren kann. Mit der Infektion muss der Organismus trotzdem selbst fertig werden. Die Erkrankung schreitet aber erfahrungsgemäß nicht voran, das Risiko für Komplikationen, etwa in Form einer bakteriellen Sekundärinfektion (z.B.Bronchitis) sinkt. Überhaupt ist Sternanis sehr gut bei Husten, da er schleimlösend wirkt.  

Fieber senkendes Baobab

Ergänzend zu Sternanis empfiehlt es sich, das Fruchtpulver des afrikanischen Baobabbaumes schon vorbeugend einzunehmen. Die Tagesdosis enthält soviel natürliches Vitamin C wie 4 reife Kiwis oder 6 reife Orangen. Seine darmfördernde, antivirale und die Darmbakterien nährende  Wirkung spielt eine wichtige Rolle, wenn man Erkältungskrankheiten vermeiden will.

Wenn eine Infektion schon ausgebrochen ist, ist Baobab, zusammen mit Sternanis ein sicheres Erste-Hilfe-Mittel. Vor allem aufgrund seiner antiviralen, fiebersenkenden und  entzündungshemmenden Wirkung. Eine Tagesdosis ist so stark schmerzstillend und fiebersenkend wie 500 mg Paracetamol. Ohne dessen mögliche negative Wirkungen auf die Leber und ohne das Risiko Allergien auszulösen, wovor eine kürzlich erschienene australische Studie hinwies.

Baobab kann jeder unbeschränkt einnehmen, auch Schwangere, Stillende und Kleinkinder. Selbst höhere Dosierungen sind kein Problem, da es sich hier ja um ein Fruchtpulver, also ein Nahrungsmittel, handelt. Nachteilige Wirkungen sind nur bei extrem hoher Fructoseintoleranz bekannt. Baobab ist nicht nur reich an Vitamin C, darmfördernden Ballaststoffen, antiviralen und entzündungshemmenden Komponenten, es ist auch reich an Kalzium, Eisen und Antioxidantien. Besonders gut schmeckt Baobab mit Wasser und Orangen-, Apfel - oder sehr köstlich auch einmal als exotischer Cocktail mit Ananassaft und einem Schuss Kokosmilch. Einzige Nebenwirkung, wenn man mehr als die Tagesdosis nimmt, ist unter Umständen eine besonders gute Verdauung.

Auf Darmbakterien achten

Baobab nährt  die gesunde Darmflora. Doch wenn man im Laufe des Jahres Antibiotika eingenommen und nicht gleichzeitig für eine Wiederansiedelung neuer Darmbakterien gesorgt hat, dann sollte man das zumindest jetzt nachholen. Außerdem kann man von einer Schädigung der Darmflora ausgehen, wenn man unter diversen Darmproblemen (Verstopfung, Blähungen, Pilze, Durchfall), erhöhter Infektanfälligkeit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidet. In diesen Fällen bewährt sich häufig eine zwei- bis dreimonatige Kur mit widerstandsfähigen Laktobazillen, etwa Laktobac-M Darmbakterien. Ihre Wirksamkeit ist mit außergewöhnlich vielen Studien belegt. Der dafür verwendete Acidophillusstamm DDS1 aus der Familie der Laktobazillen ist schon seit 1925 beforscht, unempfindlich gegen Magen- und Gallensäuren, frei von Laktose und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, um die vielen hervorragenden Wirkungen zu sichern.

Silizium und Vitamin C

Zusätzliche Unterstützung des Imunsystems bietet das Spurenelement Silizium, das als kolloidale Flüssigkeit besonders gut aufnehmbar ist. Silizium hat sich, wie man in speziellen Bluttests  (LTT-Blutimmunfunktionstest) zur Überprüfung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems gesehen hat, zur Aktivierung der unspezifischen Immunabwehr ganz besonders bewährt. Weitere Substanzen zur Verbesserung der Immunabwehr sind die Mischung  Acerola Vitamin C mit Zink und Paradiesnussselen. Die immunstärkende Kraft von natürlichem Vitamin C und Zink ist bekannt. Paradiesnussselen wird als Schutz vor Viruserkrankungen, die den Herzmuskel angreifen, beschrieben.

Entsäuerung als Vorbeugung

Nur übersäuertes Gewebe ist infektanfällig. Übersäuerung entsteht immer durch Mineralstoffmangel. Führt man Mineralien zu, entsäuert man. Abgesehen von Obst, Gemüse und Kräutern ist dafür Basenpulver aus Citraten (etwa Micro Base), sehr geeignet, da es die Magensäure nicht neutralisiert. Durch viele der herkömmlichen Basenpulver aus Carbonaten hingegen kann es bei längerer Anwendung zu einer Reduktion der Magensäure und dadurch ausgelösten Verdauungsproblemen sowie einer Verschlechterung der Kalziumverwertung kommen, was wiederum zur Übersäuerung beiträgt. Citrate sind organischen Ursprungs und daher auch viel besser vom Körper aufnehmbar als die anorganischen Carbonate.

(Anmerkung: Micro Base Basenpulver enthält in der fructosehältigen Mischung Baobab, es gibt das Basenpulver aber auch fructosefrei, für diejenigen, die auf Fructose unverträglich reagieren. Weiterer Bonus: Micro Base enthält Laktobazillen zur Stärkung der Darmflora und weitere Ballaststoffe, sowie Vitamin C und Aloe Vera Extrakt zur Immunstärkung).

Altbewährte Hausmittel

•    Bei Erkältungen zur Unterstützung vermehrt rote Rüben essen.
•    Sternanis in die Socken streuen, bevor man zu Bett geht. Die ätherischen Öle wirken über die Fußsohle.
•    Eine Wärmeflasche im Rücken, so heiß wie möglich, stoppt so manche Erkältung.
•    Bei Fieber nimmt man Sternanis und Baobab. Auch Wadenumschläge mit Essigwasser und auf den Füßen senken das Fieber.
•    Bei Halsschmerzen bewährt sich MSM, eine natürliche Schwefelverbindung mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Kapsel öffnen, in Wasser auflösen und damit gurgeln.
•    Bei Stirn- und Nebenhöhlenproblemen hilft Curcuma, ein in Kapseln abgefülltes Gewürz.  
•    Bei Schnupfen öffnet man eine Kapsel Grapefruitkernextrakt, löst das Pulver in Wasser auf und tropft es in die Nase.
•    Bei Husten hilft neben Sternanis auch MSM und Silizium.
•    Bei Ohrenschmerzen: Krillöl Kapseln zwei Tage lang hochdosiert (3x1 oder 3x2), lassen die Schmerzen rasch abklingen
 
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Naturstoffe für Ihre Reiseapotheke

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Egal, ob es nur ein kurzer Trip übers Wochenende ist oder eine ausgedehnte Reise, wichtig ist: fit bleiben, damit man alles genießen kann. Für den Fall des Falles sollte man jedenfalls kleine Helfer aus der Natur im Reisegepäck haben….

Wenn man Sport mit im Urlaubsprogamm hat oder Ausflüge anstehen, empfiehlt es sich gegen Verletzungen gerüstet zu sein. Also eigentlich immer, da man ja selbst am Weg vom Liegestuhl zum Pool stolpern kann. Wie gut, dass es da ein Mittel gibt, dass Entzündungen und Schmerzen lindert, Ödeme zurückgehen lässt. Zusätzlich bildet es noch einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten, was sich bei Blasenentzündungen genauso bewährt wie bei Allergien, Asthma, empfindlichem Magen oder Darm. MSM heißt das Wundermittel, das schon so manchen Urlaub gerettet hat. Da Methylsulfonylmethan, die natürliche Schwefelverbindung aus Pinien, sogar die Muskulatur entspannt, hilft sie auch bei Hexenschuss, Bandscheibenbeschwerden oder Spannungskopfschmerz. Bis zu 6 Kapseln täglich sind erlaubt und nebenwirkungsfrei möglichst zu Beginn der Beschwerden einzunehmen.
Immunsystem schützen und anregen

Damit das verlockende Buffet im All-inklusive Club nicht mit Montezumas Rache endet, ist
schon vorbeugend eine Kur mit Laktobazillen wie etwa Laktobac-M Darmbakterien sinnvoll. Eine intakte Darmflora, dicht besiedelt mit freundlichen Darmbakterien, die alle Aufgaben einer gesunden Flora erfüllen können und die Darmwand vor Eindringlingen schützt, nützt auch dem Immunsystem am meisten. 80 % des Immungeschehens spielt sich im Darm ab, deshalb sollte man die hocheffektiven Helfer bei Fernreisen schon vorbeugend einnehmen und unbedingt mit im Reisegepäck haben. Man sollte sie in der Mini-Bar gekühlt aufbewahren und täglich eine Kapsel vor dem Schlafengehen einnehmen. Selbst Verstopfung dürfte dann kein Thema mehr sein. Im Akutfall bei Rumoren im Bauch, Übelkeit oder anderen Anzeichen eines Infekts sofort 2-3 Kapseln mit Wasser schlucken und über die nächsten Tage fortsetzen. Um Gifte im Darm zu beseitigen, schwören manche auch auf Vulkanmineral. Es durchwandert den Verdauungstrakt und zieht dabei – wie ein Staubsauger – Gifte an, bindet sie und bringt sie aus dem Körper. Ideal also, wenn man etwas Verdorbenes gegessen hat. Wenn man das Immunsystem gegen Erreger aller Art aktivieren möchte, empfiehlt sich hingegen kolloidales Silizium zur Vorbeugung. 3 mal täglich ein Teelöffel in Wasser und man ist bestens gerüstet.
Rasche Hilfe bei Fieber und Infekten
Auch gut bei Darmproblemen aufgrund der Ernährungsumstellung im Urlaub: Baobab, das Fruchtpulver des Affenbrotbaums oder Yucca-Triphala-Brokkoli Kapseln helfen schnell bei Verstopfung. Baobab hat zusätzlich noch den Vorteil, dass es auch bei Durchfallerkrankungen und bei Entzündungen aller Art, selbst bei Erkältungen hilft. Denn es wirkt entzündungshemmend – eine Tagesdosis entspricht 500 mg Paracetamol – und ist sehr gut bei Fieber und Infekten. Da sich Viren im Darm vermehren, sollte man bei Beschwerden die Tagesdosis ruhig aufs zwei- bis dreifache erhöhen. Gemischt mit Apfelsaft oder Orangensaft schmeckt Baobab am besten. Aber auch in Joghurt ist es köstlich – eine Kapsel Darmbakterien öffnen und hineingeben und schon ist man wieder fit!

Ein weiteres großes Urlaubsthema ist die Reise an sich und die Thrombosegefahr, die sich durch das lange Sitzen ergibt. Da hilft vorbeugend Krill Öl. Es verhindert die Verklebung der Blutplättchen, wirkt also indirekt blutverdünnend, indem es die Blutverdickung verhindert. Auch Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit, hat diese Eigenschaft. Beide Substanzen helfen bei fast allen Herz-, Kreislaufrisikofaktoren. Jiaogulan ist auch die Erste Hilfe bei Bronchitis, Hepatitis und Gastritis.
Damit man die Sonne genießen kann…
Krill-Öl hingegen dient außer den Gefäßen auch dem Sonnenschutz von innen. Als Ergänzung zur Sonnencreme, nicht als Ersatz wohlgemerkt. Die enthaltenen Carotinoide, zu denen auch das entzündungshemmende und stark antioxidative Astaxanthin, der tiefrote Farbstoff der Krustentiere, zählt, helfen schneller eine gesunde Bräune aufzubauen, die länger hält. Freie Radikale aus den Sonnenstrahlen werden reduziert. Die Omega 3 Fettsäuren im Krillöl schützen vor Austrocknen der Haut.
Nun wünschen wir Ihnen noch eine schöne Urlaubszeit!

 

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Die heilige Klausur - Im schamanischen Heilgarten

ein Reisebiricht von Dr.phil. Doris Ehrenberger

Passend gekleidet muss man sein, sagt Efigenia, wenn man zur inneren Reinigung antritt und das Licht in sich zum Leuchten bringen will. In leichter, heller Kleidung mache ich mich also auf den Weg nach Teneriffa zur „Heiligen Klausur“ bei Efigenia Barrientos, der Schamanin aus dem Regenwald Paraguays. Nach einigen Stunden Flug erwartet sie mich in ihrem schamanischen Heilgarten. Ich tauche ein in eine Welt, die ich noch nie zuvor betreten habe...

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Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft?

Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft?

Leinöl oder Krill-Öl? Häufig werde ich gefragt, was empfehlenswerter ist. Dieser Frage ist auch ein Therapeut aus dem Netzwerk, Stephan Teutsch, nachgegangen:

Sollten wir Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher oder tierischer Herkunft bevorzugen?

„Omega-3-Fettsäuren finden sich als a-Linolensäure (ALA) in Pflanzen, besonders in Leinöl und Perillaöl. In Kaltwasserfischen sowie in Krill, einer antarktischen Garnele, finden sie sich als Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).

Nun könnte man die pflanzliche Quelle aus verständlichen Gründen bevorzugen. Dazu ist jedoch anzumerken, dass die pflanzliche Omega-3-Fettsäure (ALA) eine kurzkettige Omega-3-Fettsäure ist, während die tierische Omega-3-Fettsäuren die langkettige Form darstellen. Um im Stoffwechsel überhaupt verwertbar zu sein, muss die kurzkettige in die langkettige Form umgewandelt werden! Die Umwandlungsrate ist relativ gering, sie liegt um die 10% bei gesundem Stoffwechsel.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass Fettsäuren außerdem in Eicosanoide umgewandelt werden. Das sind Gewebshormone, die in entzündungsfördernde, in entzündungshemmende und in neutrale Fraktionen unterteilt werden. Dabei kommt es auf das Gleichgewicht der Eicosanoid-Gruppen an. Bei der heutigen Ernährungslage ist dieses Gleichgewicht nicht gewahrt – ein Hauptgrund für die vielen Entzündungserkrankungen. Gesättigte Fettsäuren (aus Fleisch, erhitzten Fetten) und Omega-6-Fettsäuren (die meisten Pflanzenöle) werden in entzündungsfördernde Eicosanoide umgewandelt, die langkettigen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl und Krill-Öl hingegen in entzündungshemmende Eicosanoide.

Was noch nicht allgemein bekannt ist: die pflanzliche Omega-3-Fettsäure wird je nach Insulinspiegel in die eine oder andere Gruppe der Eicosanoide umgewandelt. Ist der Insulinspiegel erhöht, was häufig anzutreffen ist, wird die pflanzliche Omega-3-Fettsäure in entzündungsfördernde Eicosanoide umgewandelt!

Zusätzlich konkurrieren die Omega-Fettsäureklassen untereinander um dieselben enzymatischen Umsetzungswege. Beim Überschuss an gesättigten und Omega-6-Fettsäuren ist klar, welche Richtung eingeschlagen wird – das lässt sich an der Krankheitsstatistik (Gefäßerkrankungen, Gelenksentzündungen, Allergien …) ablesen.

Bleibt noch die Frage: bevorzugt man hochgereinigtes Fischöl (aufgrund der Toxinbelastung) oder Krillöl mit vielen positiven, natürlichen Begleitstoffen (Astaxanthin!), in der Nahrungskette weiter am Anfang. Da fällt die Wahl plötzlich gar nicht mehr so schwer, auch wenn wir mehr dafür zahlen.“

 
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Neues im Kampf gegen den Krebs - Krebsbegleitung mit Krill-Öl

Da mit Krill-Öl eine dem Fischöl weit überlegene Omega 3 Quelle gewonnen wurde, setzen wir große Erwartungen in die Krebsbegleitung mit Krill-Öl.

Therapeuten, die energetisch arbeiten, geben die Rückmeldung, dass Krill-Öl neben Silizium und Rhodiola+Cordyceps+Jiaogulan fast immer bei Krebspatienten stark testet. Das heißt leider noch nicht, dass allein damit Heilung zu erwarten ist. Krebs ist ein multifaktorielles Geschehen, wie Sie wissen. Warum aber Krill-Öl und andere entzündungshemmende Substanzen lebensverlängernd wirken können, zeigt ein Artikel von Barry Sears (Sears-Diät). Zu seiner Diät gehen die Meinungen auseinander, doch im Artikel sind die mit Fischöl durchgeführten Studien gut zusammengefasst. Ich habe sie hier noch mal gerafft (Der Artikel ist nachzulesen unter http://www.promann-hamburg.de/Texte/Fishoil/OmegaCancer-2005.pdf .

Warum Krill-Öl dem Fischöl überlegen ist

Vorausschickend noch: Krill-Öl ist sowohl Fischöl als auch Lein- oder Perillaöl aus drei Gründen überlegen:

1. Omega 3 Fettsäuren kommen nie ungebunden vor. Beim Krill-Öl sind sie an Phospholipide statt wie beim Fischöl an Triglyceride gebunden, die erst durch den Verdauungsprozess in Phospholipide umgewandelt werden müssen. Dabei ist nicht garantiert, dass die „guten“ Omega 3 Fettsäuren wie EPA und DHA wirklich an die Phospholipide gebunden werden. Es ist auch möglich, dass bei der Umwandlung in der Leber statt dessen die „schlechten“ entzündungsauslösenden Fettsäuren aus unausgewogener Ernährung an die Phospholipide gebunden werden!

2. Jede Zelle benötigt für den Aufbau ihrer 2 bis 6 lagigen Zellwand Phospholipide. Je mehr Phospholipide zur Verfügung stehen, desto besser kann diese Zellwand aufgebaut werden. Desto besser ist auch der Schutz der Zelle und sie kann besser ernährt werden. Diesen Vorteil bieten auch Fischöle. Doch Phospholipide aus Krill-Öl sind eben sofort und vollständig aufnehmbar, dadurch reichen auch geringe Dosierungen.

3. Phospholipide können nicht nur zwei Fettmoleküle binden, sondern auch ein Antioxidans. Es wird mit in die Zellwand eingebaut und schützt sie vor der Zerstörung durch Freie Radikale. Dadurch werden vorzeitige Alterung aber auch eine Schädigung der DNA und damit möglicherweise Krebs verhindert. Krill-Öl ist dank des reichlich enthaltenen Astaxanthin (roter Farbstoff der Krustentiere) nicht nur stärker entzündungshemmend als Fischöl sondern auch viel stärker antioxidativ. Der ORAC Wert liegt bei Krill-Öl bei 376 µmol/g, bei Fischöl liegt er bei nur 8 µmol/g.

Krebs und schleichende Entzündungsprozesse
(Quelle : Barry Sears: The Anti Inflammation Zone, in Kapitel 16: Cancer and silent Inflammation, S.261-269, in: Reagan Books 2005)

Der Autor sieht in der Umkehr schleichender Entzündungsprozesse eine große Chance in der Krebsbehandlung. Schon lange ist bekannt, dass Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Krebsrisiko minimiert. Nun hat man nach Meinung des Autors die epidemiologischen Daten, die diese Beobachtungen untermauern, falsch interpretiert. Isolierte Antioxidantien wie man am Beispiel des Beta-Carotins sieht, bringen nicht den gewünschten Erfolg, im Gegenteil, in Studien sah man einen Anstieg von Lungentumoren. Der Bonus beim Obst und Gemüse liegt eben nicht allein in seiner antioxidativen Wirkung sondern auch in seinen niedrig-glykämischen Kohlenhydraten, die in letzter Konsequenz im Stoffwechselgeschehen nicht entzündungsförderlich sind. Isst man mehr davon und weniger von hoch-glykämischen Kohlenhydraten, dann führt das zum Absinken der Insulinproduktion. Herabgesetzte Insulinproduktion führt nicht nur zu verminderter Akkumulation von Körperfett, einem potenten Stimulator für schleichende Entzündungen, sondern auch zu verminderter Aktivität des D5D-Enzyms (Delta-5-Desaturase), das die Produktion von Arachidonsäure antreibt. Weniger Arachidonsäure bedeutet schließlich weniger Entzündungen!
(siehe dazu auch den Vortrag von Doz. Kuklinski auf www.tv-gesundheit.at, Link: http://www.tv-gesundheit.at/?p=45 )

Eicosanoid-Balance – bei Krebs entscheidend fürs Überleben

Wenn Entzündungsprozesse der tiefer liegende Grund für das Voranschreiten von Krebs ist, dann sollten anti-entzündliche Medikamente (unabhängig von ihren Nebenwirkungen) das Krebsrisiko minimieren. Genau das wird beobachtet. Je mehr entzündungshemmende Medikamente genommen werden, desto geringer ist die Häufigkeit von Neuerkrankungen bei Darm-, Brust-, Eierstockkrebs und anderen Krebsarten. Dazu passt die Beobachtung, dass hochdosiertes Fischöl in zahlreichen Tierstudien eine Verlangsamung des Krebswachstums zeigt. Versuchstiere mit implantierten Krebszellen sterben signifikant schneller, wenn sie mit entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren (etwa Maisöl) gefüttert werden. Sie bilden mehr „schlechte“ Eicosanoide. Gibt man den Tieren hochdosiertes Fischöl, bilden sich mehr „gute“ Eicosanoide, die implantierten Tumore bilden sich zurück und die Lebenszeit wird deutlich verlängert. Die gefürchtete Metastasierung – meist gefährlicher als der Primärtumor selbst – wird schließlich auch durch „schlechte“ Eicosanoide, sogenannte hydroxylierte Fettsäuren, gefördert. Sie werden aus der Arachidonsäure gebildet und ermächtigen in den Blutstrom gelangte Tumorzellen, sich an entfernteren Körperstellen festzusetzen.

Anhand von Fischöl konnte man außerdem beobachten, wie die Apoptose (Zelltod) der Krebszellen bei Chemotherapie oder Bestrahlung gefördert wird, während normale Zellen von den zerstörerischen Wirkungen dieser Behandlungsmethoden weitgehend ausgenommen bleiben. Schließlich konnte man auch beobachten, dass im Krebsendstadium, wo es zu starkem Gewichtsverlust durch Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen (Tumor Nekros Faktor TNF) im Blut kommt, hochdosiertes Fischöl lebensverlängernd wirkt. Hohe Dosen langkettige Omega-3-Fettsäuren senken TNF und die Patienten nehmen wieder an Gewicht zu.

Entzündungshemmende, antioxidative Natursubstanzen

Etliche Natursubstanzen wirken antioxidativ und entzündungshemmend zugleich.
Wir erinnern an Krill-Öl, Rhodiola+Cordyceps+Jiaogulan, Curcuma, Grapefruitkernextrakt, kolloidales Silizium, Baobab, Yucca+Triphala+Brokkoli, MSM, Vulkanmineral. Sie testen wahrscheinlich aus diesem Grund energetisch viel häufiger als Vitamine oder Spurenelemente, von denen die Nahrungsergänzungsindustrie „lebt“. Uns wundert nicht, dass echte Prävention und effektive Begleitung im Krankheitsfall – 99 % unserer Kunden leiden an mehr oder weniger starken Entzündungen der Gefäße, der Gelenke, des Darms usw. bis hin zum chronischen Entzündungsgeschehen Krebs – nur mit einem neuen Denkansatz in Ernährung und Nahrungsergänzung möglich ist. Auch wenn die Erkrankungen ganz verschiedene Namen haben, bleibt die Tatsache der schleichenden Entzündung im Hintergrund immer dieselbe. Wer sich über die breite Wirkpalette von natürlichen Substanzen gewundert hat – das ist die Erklärung für die Wirkungen, die Sie erleben.