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Wulfing von Rohr interviewt Dr. Doris Ehrenberger, Expertin für Naturheilkunde
Video Interview Wulfing Rohr und Doris Steiner-Ehrenberger  Video Starten Playknopf
Dr. Doris Steiner-Ehrenberger geht es um die Rückbesinnung der Menschen auf die Geschenke der Schöpfung, den Respekt gegenüber der Natur und die sinnvolle Nutzung der Kräfte und Pflanzen aus der Natur sowie die Anerkennung der Medizinkulturen der Naturvölker. Sie geht in diesem Gespräch auf wesentliche Grundlagen der Gesundheit und Heilung ein und spricht auch über einen ausgesprochen weiblichen Zugang und Weg zu Gesundheit und Heilung. Dr. Doris Ehrenberger stellt einige wesentliche Nahrungsergänzungs- und Naturheilmittel vor, darunter auch so ungewöhnliche wie Reishi 4-Sorten-Extrakt, Baobab-Fruchtpulver; natürliche Vitamin-B-Komplexe aus Quinoa und Krill-Öl, das noch höherwertige Omega 3-Fettsäuren als Fischöl enthält. Schließlich ruft sie dazu auf, dass wir noch bewusster und eigenverantwortlicher mit unserer Gesundheit im Zusammenspiel mit den wirklich natürlichen Gaben von Mutter Erde umgehen.

2016 4 cover LEBE natürlich - das Magazin für Natur und Therapie
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Selen - lebensnotwendiges Spurenelement aus der Paradiesnuss

Selen ist so ein Spurenelement, das in seiner für den Körper besten Form – als „Paradiesnussselen“ - noch kaum bekannt ist. Die Paradiesnuss ist die selenreichste Pflanze der Erde. Sie nimmt in ihrem Wachstumsprozess Selen aus dem stark angereicherten Boden Südamerikas auf, akkumuliert es und stellt es in Form eines Lebensmittels in höchst bioverfügbarer Form zur Verfügung.

Darum kann man Paradiesnussselen auch mit Zinkgluconat in einer Mischung einnehmen, was bei einer anorganischen Selenverbindung nicht günstig wäre.

Wozu brauchen wir Selen?

Selen ist unerlässlich für die Erzeugung des Enzyms Glutathion-Peroxydase, das freie Radikale neutralisiert. Es scheint einen engen Zusammenhang zu manchen Krebsarten zu geben. Über 200 Studien zeigen, dass ein niedriger Selenspiegel das Krebsrisiko erhöht. Das US-amerikanische National Cancer Institut begleitete eine Doppelblind-Studie über den Einfluss von Selen auf Haut-, Darm- und Prostatakrebs. Die Universität Bonn veröffentlichte die Zwischenergebnisse 1996. Die Studie begann 1983 und umfasste 1321 Patienten. Die eine Hälfte bekam täglich 200 mcg Selen, die andere Placebos. Resultat: Die Krebshäufigkeit in der Selengruppe war signifikant niedriger (77 gegenüber 119). Die Sterblichkeitsrate war um 17 % niedriger. Am stärksten war der Einfluss auf Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

Niedrige Selenwerte sind auch ein Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen, da hier mehr Arterien verengende Plaque gefunden wurde. Auch bei Arthritis und Rheuma und zur Verlangsamung des Alterungsprozesses ist Selen anzuraten. Da Selen giftige Schwermetalle wie Cadmium (Zigarettenrauch, Abgase) und Quecksilber (Amalgam in den Zähnen) bindet und ausscheidet, ist es extrem wichtig für die Entgiftung.

Deckt die tägliche Ernährung den Bedarf an Selen?

Im Vergleich zu selenreichen Böden in Amerika sind unsere Böden selenarm und dementsprechend gering ist auch der Selengehalt in Lebensmitteln. Männer kommen durchschnittlich auf 47 mcg, Frauen auf 38 mcg Selenaufnahme täglich. Der Selenbedarf liegt zwischen mindestens 20 bis zu maximal 300 mcg Selen täglich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt einen Bedarf von 20 bis 100 mcg täglich für Kinder ab 10 Jahren und für alle gesunden Erwachsenen an.

Wann besteht ein erhöhter Bedarf an Selen?

Ältere Menschen haben oft einen über viele Jahre erworbenen, ernährungsbedingten Selenmangel. Die ausreichende Selenversorgung ist aber aufgrund der vielen schützenden Funktionen im Alter besonders wichtig. Raucher weisen oft hohe Cadmiumwerte bei meist niedrigen Selenspiegeln auf, auch bei erhöhter Quecksilberbelastung (Amalgam in den Zähnen) kann Selen fehlen und muss insbesondere bei Amalgamausleitung gegeben werden. Bei einer Reihe von Krankheiten sind die Selenspiegel erniedrigt, das gilt z.B. für Rheuma, Herzkrankheiten und Krebs.

Welche Einnahmeform ist empfehlenswert?

Nicht organische Selenverbindungen wie Selenat und Selenit besitzen eine geringere Bioverfügbarkeit als organische Verbindungen. (Janghorbani, M., et al., Amer. J. Clin. Nutr. 40:208-18(1984)). Unter den organischen Selenverbindungen ist Paradiesnussselen die physiologisch vorteilhafteste. Gegenüber der Selenhefe hat sie den Vorteil, dass ihr Selen praktisch ausschließlich aus Selencysthationin besteht, der einzigen Form, die der Körper unmittelbar verarbeiten kann ohne sie umwandeln zu müssen. Sie kann gefahrlos angewendet werden, selbst bei doppelter Tagesdosierung ist sie problemlos.