Der Immunpilz für alle Fälle

Vor rund 50 Jahren wurde in der Nähe von São Paulo im Regenwald Brasiliens ein besonderer Pilz entdeckt. Er wird von der Bevölkerung des Fundorts “Göttlicher Pilz”, “Sonnenpilz”, “Mandelpilz” oder “Pilz des Lebens” genannt. Wer ihn regelmäßig isst, bekommt weniger leicht Krebs, so die Meinung der Bewohner der Region Piedade, in der die Krebsrate auffallend niedrig ist. Japanische Forscher durchleuchteten seine Wirkungen und waren mehr als erstaunt. Ihre Entdeckung: Sein Reichtum an Beta-D-Glukanen macht diesen Pilz zu einem der wirksamsten Immunpilze überhaupt. Außerdem hat er sich bisher bei Störungen der Leberfunktion und der Blutbildung, bei vergrößerter Milz und Lymphschwellung ganz besonders bewährt.
Von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger

Der Agaricus blazei Murrill, benannt nach seinem Entdecker W. Murrill, ist eine Champignonart – Agaricus heißt Champignon – und ist außerdem unter der Bezeichnung Agaricus brasiliensis und Agaricus subrufescens Peck bekannt. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass Forscher den beliebten Speisepilz von Brasilien nach Japan zur Analyse brachten. Seither gilt er als einzigartig. Denn von allen bekannten Vitalpilzen hat er den höchsten natürlichen Gehalt an wirksamen Polysacchariden, den Beta-D-Glukanen (1-6). Sie zählen zu den Ballaststoffen und haben viele interessante Eigenschaften, besonders auf das Immunsystem.

DER IMMUNPILZ FÜR ALLE FÄLLE
Eine seiner „Spezialitäten“ ist die Modulation der Immunantworten. Durch seine ausgleichende und regulative Fähigkeit stellt er das notwendige Gleichgewicht zwischen den wichtigen T-Helferzellen des Immunsystems (TH1 und TH2) wieder her.

Meist besteht ein Mangel an TH1 bei gleichzeitigem Überschuss an TH2. TH1-Zellen sind die Abwehrspezialisten gegen „intrazelluläre Feinde“ wie Viren und Krebszellen. Außerdem wirken sie allergie- und entzündungshemmend und sorgen dafür, dass das Immunsystem nicht überreagiert. Darum kann man den Pilz sowohl bei Erregern und Tumoren als auch bei Allergien und Autoimmunerkrankungen einsetzen.

VOR UND NACH IMPFUNGEN
Genauso kann er nach Therapeuten-Erfahrungen das Immunsystem modulieren, sodass keine Überreaktion auftritt. Man nimmt ihn eine Woche vor bis eine Woche nach einer Impfung ein.

VIRENSCHUTZ IMMER WICHTIGER
Bestimmte Viren und andere intrazelluläre Erreger verstecken sich in der Zelle, darum muss das Immunsystem spezielle Anstrengungen unternehmen, um sie zu bekämpfen.
Die TH1-erhöhende Wirkung des Pilzes kommt hier entgegen:
Das Immunsystem wird laufend trainiert und bekämpft Erreger schon zu Beginn der Infektion direkt im Krankheitsherd, hemmt ihre Vermehrung und die durch sie ausgelösten Entzündungen.
Bei simplen grippalen Infekten ist der Pilz daher genauso günstig wie bei Hepatitis, Herpes oder einer HIV-Infektion. Sogar beim Poliovirus (Kinderlähmung) zeigt er die starke Eindämmung der Virenlast.

BEKÄMPFT BAKTERIEN
Ebenso hilfreich ist der Agaricus blazei Murrill bei Bakterien wie Streptokokken, Pneumokokken und Salmonellen. Borreliose ist eines der wichtigsten Einsatzgebiete. Aber selbst bei jeder anderen bakteriellen Infektion kann man ihn zumindest unterstützend anwenden, denn es kommt heutzutage immer häufiger zu Antibiotikaresistenzen, die nach Alternativen und einem stets wach-samen Immunsystem verlangen.

MEHRFACH WIRKSAM BEI ALLERGIEN
Bei allen Formen von Allergien hat der Pilz eine vorbeugende, eine langfristige und eine kurzfristige Komponente. Einerseits kommt es zur Verlangsamung der Sensibilisierung. Die Allergie tritt erst später oder gar nicht vollständig auf. Außerdem werden die TH1/TH2-Immunantworten balanciert, um keine überschießenden Immunreaktionen mehr zu erhalten. Schließlich werden allergische Reaktionen jeglicher Art abgemildert, indem die Histaminausschüttung aus den Mastzellen gedämpft wird. An Allergien erkrankte Menschen leiden durch den Pilz unter weniger ausgeprägten Beschwerden, überhaupt bei vorbeugender Einnahme, können aber auch im Akutfall darauf zählen.                                

Der Agaricus wirkt besonders stark immunmodulierend und wird gegen Infekte,
Allergien, Autoimmunerkrankungen sowie begleitend in der Krebstherapie genutzt.

IN ASIEN UND DEN USA EIN KREBSMEDIKAMENT
Japan, Brasilien und die USA sind Vorreiter bei der Verwendung des Pilzes. Seit 1993 wird er gezüchtet und ist in diesen Ländern als Krebsmittel zugelassen. Das sind zwar patentierte Zubereitungen, aber Beta-Glukane und speziell die Beta-D-Glukane des Agaricus blazei Murril wirken im Körper auch als Pilzpulver eingenommen in vielfacher Weise gegen Krebs. Idealerweise nimmt man Agaricus blazei Murrill als Vollspektrumpilzpulver, denn darin ist der Beta-Glukan-Gehalt sogar noch höher als bei einem Extrakt. 

VIELFACH KREBSHEMMEND
Beta-Glukane unterstützen bei der Erkennung von Krebszellen. Das ist interessant zur Krebsprävention und in der Nachbehandlung, um ein erneutes Krebsgeschehen zu vermeiden. Ohne diese Informationen wachsen Krebszellen möglicherweise unentdeckt am Immunsystem vorbei. Außerdem aktivieren Beta-Glukane das Immunsystem und es kommt dabei zu einer erheblichen Vermehrung von Interferon und Interleukinen sowie zu einer Aktivierung der T-Lymphozyten, der körpereigenen Fresszellen und der natürlichen Killerzellen, die für die Zerstörung von diversen Erregern sowie für den Abtransport von Fremdstoffen zuständig sind. Die Forschung zeigt, dass natürliche Killerzellen des Immunsystems stimuliert und Krebszellen vernichtet werden sowie Tumorwachstum unterdrückt wird. Den körpereigenen Zellen wird hingegen kein Schaden zugefügt. Außerdem kann der Tumor nicht so leicht an das bestehende Gefäßsystem andocken. Krebswachstum sowie Metastasenbildung, vor allem eine Ausbreitung von Krebszellen über Blut und Lymphe, werden gebremst. Reparatursysteme der gesunden Zelle wer-den angeregt und das DNA-Reparatursystem (Telomerase) von Krebszellen wird gehemmt.

BEI WELCHEN KREBSARTEN?
Im Rahmen einer ganzheitlichen Krebstherapie kann der Agaricus blazei Murrill begleitend eingesetzt werden. Erfahrungen gibt es bei Krebserkrankungen von Haut, Magen, Darm (Sigmoid-Darmkrebs), Bauchspeicheldrüse, Leber, Lunge, Gehirn, Blut (Leukämie), Brust, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstöcken, Prostata, Pankreas, Schilddrüse, Sarkom, beim Non-Hodgkin-Lymphom und Ehrlich-Aszites-Karzinom (EAC). Besonders bewährt hat sich der Pilz bei Krebs, der zusammen mit Wasseransammlungen im Bauchraum auftritt (etwa Eierstock- und Leberkrebs) sowie bei Krebs durch chemische Auslöser. Noch ein Vorteil: Die Bildung von Lungenmetastasen wird unterdrückt.

BEGLEITEND ZUR CHEMOTHERAPIE
Der Pilz ist gut mit einer Chemotherapie kombinierbar, doch muss seine Anwendung ärztlich abgesprochen werden. Bei vier Chemotherapeutika erhöht er die Wirksamkeit und erlaubt sogar die Reduktion chemotherapeutischer Dosen. Außerdem setzt er das Risiko einer sekundären Krebsentstehung herab, reduziert die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie oder hebt sie ganz auf. Kommt es etwa zu einem Mangel an weißen Blutkörperchen, dann erholt sich das Blutbild schneller. Die Milz wird gestärkt und die Regeneration des Rückenmarks gefördert, wodurch sich sowohl das weiße Blutbild (Leukozyten) als auch das rote Blutbild erholt. Milzschwellungen, wie sie etwa bei Leukämie oder Lymphomen auftreten, werden gelindert.

WEITERE WIRKUNGEN

  • Entlastet die Leber
    Trägt zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Leberzellen bei – etwa bei chemischer (toxischer) und bei viraler Belastung der Leber wie etwa Hepatitis.
  • Bei vergrößerter Milz
    Wird bei Milzschwellung eingesetzt. Zur Blutbildung Unterstützt die Milz und die Regeneration des Rückenmarks, ist deshalb günstig bei Anämie.
  • Gut zur Haut
    Zeigt Affinität zur Haut, regt schnelle Bräune durch mehr Melanin-Bildung an, lindert Akne, Psoriasis und allergische, bakterielle und virale Hauterscheinungen.
  • Stress und Burnout
    Zählt zu den Adaptogenen (= wirkt aus-gleichend), hilft deshalb bei der Stressanpassung, schont die Nebennieren, wirkt beruhigend, entspannend und schlaffördernd dank GABA. Der wichtige Neurotransmitter im zentralen Nervensystem reduziert die neuronale Erregbarkeit und hilft so, das Gleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung im Gehirn aufrechtzuerhalten.
  • Chronische Müdigkeit
    Schenkt Energie, auch bei chronischer Müdigkeit gut einsetzbar. Dazu trägt auch die Anregung der Coenzym-Q10-Bildung bei. Coenzym Q10 ist grundlegend wichtig für die Energiegewinnung und den Austausch zwischen den Mitochondrien. Eine gute Versorgung mit Coenzym Q10 stärkt die Zellen und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Angriffen, etwa von Viren, die hinter chronischer Müdigkeit stecken können.
  • Schilddrüse
    Wirkt besonders ausgleichend bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow.
  • Diabetes Typ 1 und 2
    Reduziert die Aufnahme von Kohlenhydraten über den Darm und schützt bei Diabetes Typ 1 die noch übrigen insulinproduzierenden Zellen. Bei Diabetes Typ 2 verbessert er die Insulinresistenz, vorhandenes Insulin wirkt besser.
  • Augen
    Wirkt sich durch immunregulierende, antivirale und antidiabetische Wirkungen positiv bei manchen Augenerkrankungen aus, vor allem bei Diabetes-Folgeschäden.
  • Niere
    Gilt in der TCM als Tonikum für das Nieren-Yin und die Nieren-Essenz (Jing), die im Alter stark abnehmen, und stärkt die allgemeine Vitalität.
  • Gehirn
    Stärkt das Gedächtnis und wird bei Alzheimer unterstützend eingesetzt.
  • Stimmung
    Regt den Aufbau des Belohnungs-Botenstoffs Dopamin an.
  • Knochen
    Enthält Ergosterol, eine Vorstufe von Vitamin D, das die Kalziumverwertung fördert und zum Erhalt normaler Knochen beiträgt. Ergosterol reguliert den Knochenstoffwechsel, indem es sowohl die knochenaufbauenden (Osteoblasten) als auch die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) ins Gleichgewicht bringt. Außerdem stärkt er das Nieren-Yin, das bei Osteoporose schwach ist.
  • Lymphe
    Wirkt gegen Lymphschwellung und entgiftet, wirkt gegen eine Ausbreitung von Krebszellen über Blut und Lymphe.
  • Herz
    Regt die Coenzym-Q10-Produktion des Körpers an, unterstützt deshalb bei Herzschwäche mit langsamem Herzschlag.
  • Gefäße, Kreislauf
    Schützt die Gefäße und senkt Bluthochdruck – sowohl den oberen (systolischen) als auch den unteren (diastolischen) Wert –, reduziert Cholesterin und Triglyceride.
  • Entzündungen
    Wirkt sich günstig bei allen akuten Entzündungen aus wie Gastritis, Dermatitis, Arthritis oder Blasenentzündung.
  • Stärkt antioxidative Systeme
    Regt die Bildung von Glutathion und die Superoxiddismutase (SOD) an, ein Enzym, das Sauerstoffradikale abbaut und bei der Entgiftung, der Alterung sowie bei degenerativen Erkrankungen eine zentrale Rolle spielt. Die Bedeutung von SOD für die Mitochondrien und sämtliche Genesungsprozesse ist enorm, vor allem bei Krebs, Alzheimer oder Parkinson.
    generativen Erkrankungen eine zentrale Rolle spielt. Die Bedeutung von SOD für die Mitochondrien und sämtliche Genesungsprozesse ist enorm, vor allem bei Krebs, Alzheimer oder Parkinson.
  • Darm
    Verbessert die Verdauung und ist zur Darmregulierung geeignet, allerdings nicht, wenn man darauf mit Verstopfung reagiert.
  • Lunge
    Befeuchtet die Lunge, unterstützt bei Asthma, Husten, Bronchitis, COPD oder Lungenentzündung, wird jedoch meist nicht als erster Pilz der Wahl, sondern begleitend dazu eingesetzt.

ZU BEACHTEN
Der Pilz ist nicht geeignet in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Einnahme von Blutverdünnern. Eine Woche vor einer Operation absetzen. Vorsicht bei Diabetes vor Unterzucker. Bei Unverträglichkeit kann es zu Übelkeit, Durchfall und Magenverstimmungen kommen, auch allergische Reaktionen sind möglich. Empfohlene Dosierung: 3×1 bis 3×3 Kapseln.

ANWENDUNG IN DER TIERMEDIZIN
Bester Immunmodulator bei Immunschwäche, Krebserkrankungen (Prävention und Begleitung), Autoimmunerkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes Typ 1, Allergien, Sommerekzem und beim eosinophilen Granulom bei Pferden, Hunden und Katzen, bei Leberstörungen und Lebererkrankungen wie Morbus Cushing, vergrößerter Milz und Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche oder Herzinsuffizienz, bei Leishmaniose, Plasmodien, Blutvergiftung, Störungen der Blutbildung wie Anämie, schützt vor Zecken.

PODCAST ZUM THEMA – DER AGARICUS VITALPILZ

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