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Papayablatt

Im Gegensatz zur reifen Papayafrucht, die nur mehr wenig Enzyme enthält, sind die Blätter und Stiele der Papaya besonders reich an Enzymen wie Papain, Carpain, Acetogenine, Chymopapain, Lysozym und Lipase. Der Papayabaum ist damit von der Natur her bestens gegen Fressfeinde ausgestattet.

Gegen Blähbauch
Man kann mit Papayablatttee die Aufschlüsselung einer eiweißreichen Mahlzeit in die vom Körper überhaupt erst verwertbaren Aminosäuren fördern und Verdauungsproblemen vorbeugen. Blähbauch und Völlegefühl sind typisch für Probleme bei der Eiweißverdauung. Sie funktioniert nur reibungslos, wenn genug Magensäure erzeugt wird, die Sekretion der Bauchspeicheldrüse optimal und die Darmbakterienflora gesund und leistungsfähig ist. Dabei hilft Papain aus Papayablatttee. Im Magen und im Darm bricht das Enzym Papain die Fasern von Fleisch auf und beschleunigt die Verdauung, sodass keine Blähungen durch Fäulnisprozesse entstehen. Papayablatttee baut außerdem Entzündungs- und Stoffwechselprodukte schneller ab, reinigt den Darm, entsäuert, fördert Darmflora und Immunsystem und saniert insgesamt das Milieu im Verdauungstrakt.

Hintergrund von Darmproblemen können Nahungsmittelunverträglichkeiten sein. Zunächst führen sie zu Entzündungsreaktionen im Darm, zum Abbau der Darmzotten und zu einer veränderten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Daraus ergeben sich im nächsten Stadium Aufnahmestörungen, Nährstoffmangel und Enzymmangel, der ab 35 Jahren sehr verbreitet ist.

Viele Krankheiten wie Bauchspeicheldrüsenentzündung, Entzündungen überhaupt, Verdauungsprobleme, Diabetes und Krebs werden mit Enzymmangel in Verbindung gebracht. Etwa produziert infolgedessen die Bauchspeicheldrüse zu wenig Sekretion für die Eiweißverdauung. Unverdautes Eiweiß fault im Darm, schädigt die Darmflora, macht die Darmwände durchlässig („Leaky gut syndrom“). Daraus entstehen häufig weitere sekundäre Unverträglichkeiten.
Etwa kann dann mitunter Milchzucker nicht gespalten werden (Laktoseunverträglichkeit), Fruchtzucker kann nicht aufgenommen werden (Fruktoseunverträglichkeit), Amine wie Histamin werden ungenügend abgebaut (Histaminunverträglichkeit).

Obwohl es natürlich am besten ist, unverträgliche Eiweiße strikt zu meiden, können Enzyme wie die des Papayablattes geringe Mengen dieser Eiweiße verträglich machen. Eine Tasse Tee vor und nach dem Essen kann hilfreich sein.

Gut für Herz und Gefäße
Naturvölker setzen den Papayablatttee nicht nur bei Leber-, Magen- und Darmproblemen ein, bei Wurmbefall, Infektionen, speziell bei Malaria und Fieber, auch Bluthochdruck und Herzbeschwerden lindern sie damit. Durch Papain können Eiweiße (Fibrin und Fibrinogen) abgebaut werden, die zur Zusammenballung von Blutzellen beitragen. Papaya-Enzyme haben auch

Blut verdünnende Wirkung und verbessern die Blutfließfähigkeit, beseitigen Durchblutungsstörungen, indem sie Ablagerungen in den Gefäßen auflösen. Nebenbei senken sie Cholesterin.

Fettdepots abbauen
Papaya-Enzyme sind aber auch wirksame „Fettverbrenner“. Überschüssige Fette in den Fettdepots werden aus den Speicherzellen herausgelöst und können in der Leber abgebaut werden. Doch nicht nur Übergewicht, auch Untergewicht kann man mit Papayablatttee begegnen. In der Volksmedizin Indiens wird der Tee verwendet, um den Appetit anzuregen. Gute Erfahrungen kann man damit sogar bei Krebspatienten machen, die nicht mehr essen können und abmagern (Krebskachexie). Hier kann man erleben, dass erstaunlich schnell wieder Gewicht zugelegt wird.

Anti-Krebs-Wirkung
Aber offenbar geht die Wirkung noch weit darüber hinaus. Die Papaya wird seit Jahrhunderten von alten Völkern als Krebsheilmittel angewandt. Ob die Aborigines Australiens die ersten waren oder die Kahunas auf Hawaii ist nicht bekannt, aber alle wussten um die krebshemmende Wirkung der Blätter und Stiele der Papayapflanze. Über 600 wissenschaftliche Studien sind zur Heilkraft der Papaya bei Krebs seither erschienen und die australische Regierung informiert offiziell über die Heilwirkung der Papaya bei Krebs. Auch das Nationale Krebs- und Gesundheitsinstitut (NCI) der USA hat nach der ausgedehnten Erforschung in den Jahren 1992 bis 1995 durch das Amt für Medizinische Chemie und Pharmakologie unter Dr. Jerry McLaughlin für alle Teile des Papayabaumes, insbesondere Blätter, Stiele und kleine Äste krebsabtötende Wirkungen nachgewiesen und bestätigt. Dr. Jerry McLaughlin traf nach der Untersuchungsreihe sogar die Aussage: “Wirkstoffe in der Papaya sind millionenfach stärker als das meistverwendete Zytostati-
kum.” Der Tee hilft übrigens auch an Krebs erkrankten Tieren.

Die Inhaltsstoffe des Papayablattes, darunter Papain, aber sehr wahrscheinlich noch andere wie z. B. Carpain, lösen die Eiweißhülle der Tumorzelle auf, die sie für das Immunsystem unkenntlich gemacht hat. Das ist auch in der Krebsnachsorge wichtig, da überlebende Tumorzellen sonst jederzeit speziell ein geschwächtes Immunsystem austricksen können. Gesunde Körperzellen verfügen über Schutzmechanismen gegen die eiweißspaltenden Papaya-Enzyme, während Krebszellen erst verzögert Enzymhemmstoffe dagegen entwickeln. Papaya-Enzym reduzieren außerdem den Transforming-Growth-Factor-Beta (TGfß), womit Tumorzellen das Immunsystem in ihrem unmittelbaren Umfeld schwächen. Weiters spalten sie die von diesem Faktor produzierten Adhäsionsmoleküle, mit denen die Tumorzelle aus der Blutbahn ins Gewebe gelangt um dort zu wachsen und Metastasen zu bilden.

Papaya-Enzyme aktivieren auch den Tumor-Nekrose-Faktor TNF, ein Molekül, das innerhalb unseres Immunsystems Krebszellen zerstört und sie steigern die Produktion der wichtigsten Signalmoleküle (Th1-Typ Zytokine).

Auf diese Weise unterstützen sie das Immunsystem, regulieren und balancieren es, ohne es jedoch in einer Weise zu stimulieren, die während einer Chemotherapie unerwünscht wäre.

Acetogenine, die in der Papaya ebenfalls enthalten sind, besitzen hohe biologische Aktivität gegen Pilze, Parasiten und pleomorphe Mikroben (sich je nach Umgebungsbedingungen oder Entwicklungsstadien verändernde Einzeller) einige Viren und viele Krebszelllinien. In-Vitro-Tests mit Brust-, Gebärmutterhals-, Bauchspeicheldrüsen-, Leber- und Lungenkrebs zeigten die Verlangsamung des Wachstums der Krebszellen durch die Einwirkung von Papaya-Extrakt binnen 24 Stunden. Seine Wirkung passt auch gut in die verschiedenen Mikroben-Krebs-Theorien. Etwa zur Theorie der „Krebsviren“ von Prof. Francis Peyton Rous, emeritierter Direktor des Krebsforschungslabors im Rockefeller Institut, der dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Oder die Mikroben-Theorie von Günther Enderlein (Dunkelfeldmikroskopie), die Parasiten-Theorie von Dr. Hulda Clark oder die Trichomonaden-Theorie von Dr. Tamara Lebedewa, die jedoch von der Schulmedizin nie anerkannt wurden. Auch Autoimmunerkrankungen wie MS oder AIDS stehen mit solchen Theorien in Verbindung und auch dort soll Papayablatt hilfreich sein.

Begleitend zu Chemo- und Strahlentherapie reduziert Papayablatttee deren Nebenwirkungen wie Durchfälle, Hautausschläge, Schleimhautschwellungen und Narbenbildung, es unterstützt die Wundheilung nach Operationen – alles gute Gründe um Papayablatttee zu trinken.

Gegen Entzündungen und für schöne Haut
Papayablattenzyme wirken auch massiv gegen jede Entzündung, jeden Erreger. Grippe, Schnupfen, Halsschmerzen, Herpes, selbst Prellungen und Blutergüsse klingen schneller ab, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Colitis, Gastritis, Paradontitis, Gelenksentzündungen – die ganze Bandbreite der Entzündungen – kann sich mit Papayablatt verbessern. Totes Zell-Gewebe wird angegriffen und vernichtet, Giftstoffe werden abtransportiert, wodurch auch Schmerzen zurückgehen.

Selbst die Haut wird schöner durch Papayablatttee. Die oberste Hautschicht wird geglättet, die Elastizität wird verbessert, die Wundheilung angeregt, feine Linien und Falten werden reduziert. Viele Hautkrankheiten bessern sich oder verschwinden ganz. Das Bindegewebe wird durch die Enzyme gestärkt, Schlacken werden abtransportiert, Cellulite wird gemildert.

Papaya-Enzyme sind aufgrund ihrer Lipasen auch wirksame Verdauungshilfe von Fetten und „Fettverbrenner“. Überschüssige Fette in den Fettdepots werden aus den Speicherzellen herausgelöst und können in der Leber abgebaut werden.

Papayaenzyme werden in der Alternativmedizin bei Verletzungen, Ödemen und Entzündungen, zur Linderung von entzündeten Insektenstichen, zur Unterstützung des Immunsystems etwa auch bei Autoimmunerkrankungen, zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit von Curcumin verwendet. Es hat eine beruhigende Wirkung auf den Magen, wird traditionell sogar bei Magengeschwüren und Sodbrennen angewendet.

Zubereitung
Man nimmt 3 Esslöffel auf 1 Liter, halbe Stunde kochen oder auch nur überbrühen, wenn der Geschmack als zu unangenehm empfunden wird. Alternativ gibt es ein einfaches Rezept der Aborigines zur Herstellung eines Voll-Auszuges: 6 Esslöffel geschnittene, getrocknete Blätter und Stiele kocht man mit 2 Liter Wasser zwei Stunden auf mittlerer Flamme ohne Deckel. Die verbleibende Menge seiht man ab, füllt sie in Flaschen und bewahrt sie im Kühlschrank auf. Täglich trinkt man etwa 200 ml davon und nimmt dazu 3 Teelöffel Melasse, ein weiteres Heilgeheimnis der Aborigines. Wird der Extrakt nach 3 bis 5 Tagen trüb, kann man ihn nicht mehr verwenden.

Wir verwenden im Verein Papayablatttee aus Ethik-trade. Er stammt aus dem Projekt „Little organic farmers“ in Zimbabwe, wo es noch gentechnikfreie Papayabäume gibt. Dieses Projekt fördert biologisch bearbeitete „Hausgärten“, die zum Lebensunterhalt der eigenen Familie aber auch zu einem kleinen Zusatzverdienst beitragen. Weiters verwenden wir Papayablätter aus Wildsammlung in Indien und von den Ureinwohnern der Philippinen, womit gleichzeitig auch Pater Shays PREDA Hilfsprojekt gegen Kinderprostitution unterstützt wird.

Papayablatt unterstützt bei:

  • Abmagerung (Krebs)
  • Blähungen
  • Blutfluss
  • Bluthochdruck
  • Chemotherapie
  • Cholesterin
  • Darmdysbiosen
  • Durchblutungsstörungen
  • Durchfall
  • Cellulite
  • Enzymmangel
  • Entzündungen
  • Falten
  • Fieber
  • Gefäßablagerungen
  • Hautkrankheiten
  • Krebs
  • Leaky Gut Syndrom
  • Magengeschwüren
  • Malaria
  • Parasiten
  • Pilzerkrankungen
  • Rosacea
  • Sodbrennen
  • Thrombose
  • Übergewicht
  • Viren
  • Wundheilung
  • Würmern

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