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Coriolus

Der Coriolus versicolor, auch Truthahnschwanz, Schmetterlingstramete oder Schmetterlingsporling ge­nannt, ist auf der ganzen Welt zuhause. Er hat eine wichtige Funktion für die Wälder, befällt er doch tote Bäume und löst das Holz allmählich auf.

Als Speisepilz ist der Coriolus nicht geeignet, als Heilpilz dafür umso mehr. Deshalb ist er in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon seit der Ming-Dynastie in Verwendung. Er unterstützt alles, was Heilpilze üblicherweise unterstützen. Er hilft bei der Stressanpassung, schenkt Energie, etwa bei chronischer Müdigkeit, stärkt das Immunsystem gegen Krebs und Erreger wie Viren, Bakterien und krankmachende Pilze, harmonisiert es bei Allergien und Autoimmunerkrankungen, entgiftet, wirkt sehr stark antioxidativ durch Anregung der Superoxid-Dismutase (SOD), das stärkste körpereigene Antioxidans. Coriolus zeigt weiters pflanzenhormonelle Wirkung, wodurch er etwa bei Wechseljahr- oder Prosta­ta­beschwerden hilft.

Milzstärkend
Wie kein anderer Vitalpilz verteilt er seine heilenden Fähigkeiten auf alle Organsysteme gleichmäßig. Dabei ist er auch für die Milz sehr wichtig, vielleicht in größerem Ausmaß als andere Heilpilze. Der Funktionskreis Milz/Pankreas, womit immer Organ und dazu­gehöriger energieversorgender Meridian gemeint ist, stellt in der TCM eine wesentliche Basis für die Gesundheit dar. In der TCM ist die Milz für die Aufnahme und Verteilung von Qi, die Lebensenergie, aus der Nahrung verantwortlich. Jeder, der eine Unverträglichkeit auf Lebensmittel hat – oft weiß man gar nichts davon – hat auch eine Milzschwäche. Frauen sind von den Symptomen einer schwachen Milz häufiger betroffen als Männer. Es kommt zu Müdigkeit vor allem morgens, zu Niedergeschlagenheit, kalten Händen und Füßen, Bindegewebsschwäche mit Ge­wichtszunahme und Cellulitis speziell an Po und Oberschenkeln. Man neigt zu Infekten mit viel Schleimbildung, zu Rückenschmerzen, zu weichem Stuhl. Überhaupt ist die Verdauung problematisch, weil das Verdauungsfeuer bei einer Milzschwäche vermindert ist. Sich Sorgen machen und ständiges Grübeln sind weitere typische Anzeichen. Neben einer Ernährungsumstellung mit Verzicht vor allem auf Tief­kühlkost, Mikrowelle, Milchprodukte sowie Rohem, auf regelmäßige warme Mahlzeiten, speziell Suppen, hilft der Coriolus Heilpilz Feuchtigkeit und Schleim auszuleiten. Insbesondere wird er bei Infektionen der oberen Atemwege, bei überschüssiger Schleimpro­duktion eingesetzt und bei Rheuma.

Begleitend bei Krebs
Stärkt man die Milz, stärkt man aus der Sicht der TCM “die Mitte” und das ist speziell für Krebs­patienten sehr wichtig. Der Coriolus ist überhaupt – oft gemeinsam mit weiteren Heilpilzen – ideal zur Krebsvorsorge und Krebsbegleitung.

Er scheint in der Lage zu sein, Krebszellen schon im Vorläuferstadium unschädlich zu machen. Bei den Vital- oder Heilpilzen – beide Bezeichungen werden ver­wendet – sind die Wirkungen prinzipiell sehr ähnlich, dennoch kann man bei energetischen Tests sehen, dass Menschen den einen oder anderen dringender benötigen. Ob es für die einzelnen Ein­satzbereiche auch Studien gibt, ist eine Frage des wissenschaftlichen Interesses. Studien sind teuer und man macht sie normalerweise nur dann, wenn man einzelne Wirkstoffe isolieren kann und sie dann patentiert. Wenn es Aussagen über einen Heilpilz etwa in Bezug auf Krebs gibt, die auch mit Studien belegt sind, dann heißt das noch lange nicht, dass man diese oder sogar eine noch bessere Wirkung nicht auch mit einem anderen Heilpilz erreichen kann.

Beim Coriolus war es halt so, dass großes wissenschaftliches Interesse bestand. Seine Anti-Krebs-Wir­kung ist wie bei allen Heilpilzen vorwiegend auf seine immunaktivierenden proteingebundenen Polysaccharide zurückzuführen. Der Coriolus weist sogar spezielle Polysaccharide auf: Die wissenschaftlich intensiv untersuchten Polysaccharide “PSK” und “PSP”. In Asien, vor allem in Japan, Korea und China, wo die Therapie mit Heilpilzen eine Selbstverständlichkeit ist, werden daraus nebenwirkungsfreie Krebsmedikamen­te hergestellt. Es gibt seit den 70er Jahren aus Japan mehr als 400 Untersuchungen an Patienten mit ver­schiedenen Krebserkrankungen, die zum Großteil zu sehr positiven Ergebnissen kommen, vor allem in Bezug auf die Zahl derer, die die Krankheit überleben und die Verlängerung der krankheitsfreien Zeit.

Coriolus-Studien bei Krebs
Eine randomisierte, kontrollierte klinische Studie untersuchte die Wirkung von PSK des Coriolus auf 185 Patienten mit Lungenkrebs, die auch operiert und bestrahlt wurden (1). Die Studie fand heraus, dass die Fünf-Jahres-Überlebensrate von Patienten im Krebs-Stadium I oder II, die PSK erhielten, bei 39 % lag. Unter denen im Stadium III mit PSK waren es 22 %. Ohne PSK überlebten nur 16 % der Stadium I und II Patienten und 5 % der Stadium III Patienten. Es ist bemerkenswert, dass Stadium III Patienten mit PSK eine bessere Überlebensrate hatten als Stadium I Patienten ohne PSK!

Eine weitere Studie untersuchte die Wirkung des Coriolus-Polysaccharids PSK als Begleittherapie nach der Operation an 110 Patienten mit Darmkrebs (2). Die zehnjährige randomisierte, kontrollierte Studie fand ei­ne bemerkenswerte Verbesserung der zellulären Immun­aktivität sowie eine Verlängerung des krankheitsfreien Zeitraums bei Patienten, die PSK oral einnahmen. Die Überlebensrate wurde gegenüber der Kontrollgruppe verdoppelt.

Das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) in New York führte eine aufwendige Laborstudie durch, um sieben in der Krebsbegleitung populäre Natursubstanzen auf ihre Wirkung hin zu überprüfen. Beim Coriolus wurde die Wirksamkeit bestätigt (3).

Der Coriolus verbessert die Fähigkeit des Körpers mithilfe vermehrt produzierter Leukozyten, Lymphozyten und natürlicher Killerzellen gegen Krebszellen aktiv zu werden. Killerzellen ließen sich etwa innerhalb von acht Wochen verdoppeln. Tumore konn­ten sich rückbilden, Metastasen gehemmt werden. Außerdem reduziert der Coriolus Nebenwirkungen ei­ner Chemo- oder Strahlentherapie ohne deren Wirkung zu be-einträchtigen.

Der Coriolus wird von der modernen TCM natürlich noch für mehr Einsatzzwecke genutzt. Etwa kommt es zu einer Normalisierung einer gestörten Leberfunktion, einer Revitalisierung geschädigter Leberzellen und zu einer signifikanten Minimierung von Symptomen bei Hepatitis A, B, C sowie bei Leberzirrhose. Auch Nierenentzündungen, rheumatoide Arthritis, starker Husten und Atemprobleme, vor allem bei Asthma, sind Indikationen für den Coriolus.

Wie bei allen Heilpilzen gibt es sicher auch eine Wirksamkeit bei Diabetes, Bluthochdruck, Arthritis und Allergien, worüber es außer Erfahrungswerten kaum Forschungen gibt, da die Einsatzmöglichkeit bei Krebs weit mehr wissenschaftliches Interesse hervorrief.

Der Coriolus zeigt starke antibakterielle Aktivität gegen E. coli, Staphylokokken, Streptokokken, Kleb­siellen, Listerien und Toxoplasmose, ebenso ange­zeigt ist er bei der Borreliose. Der Coriolus bekämpft weiters den Hefepilz Candida albicans. Seine antivirale Wirkung entfaltet er gegenüber grippalen Infekten (Erkältung), Grippe, HIV, Herpes (Gürtelrose) und Zytomegalie. In Erkältungszeiten genügen vorbeugend zweimal täglich eine Kapsel. Wenn man bereits Erkältungsanzeichen spürt, nimmt man sofort drei Kapseln und dann alle zwei Stunden zwei. Sobald Besserung eintritt, nimmt man dreimal zwei Kapseln für weitere fünf bis sieben Tage.

Coriolus wirkt selbst bei großen Dosierungen nicht toxisch. Nur sehr selten verträgt man ihn nicht, was zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann. Durchfälle allein sind aber häufig einfach auch nur Entgiftungsreaktionen.

Studien

  1. Hayakawa H, Mitsuibashi N, Saito Y, Takahashi M et al., “Effect of Krestin (PSK) as adjuvant treatment on the prognosis after radical radiotherapy in patients with non-small lung cancer”. Anticancer Res. 1993; 13: 1815-1820.
  2. Torisu, M., et al., “Significant prolongation of disease-free period gained by oral polysaccharide K (PSK) administration after curative surgical operation of colorectal cancer.” Cancer 1990; 31: 261-268.
  3. Memorial Sloan-Kettering Cancer Center. About herbs: Coriolus versicolor. Accessed at: http://www.mskcc.org/mskcc/html/69194.cfm on June 10, 2008.

Coriolus unterstützt bei:

  • Allergien
  • Alzheimer
  • Angina Pectoris
  • Arthrose
  • Asthma
  • Atemwegserkrankungen mit viel Schleimbildung
  • Autoimmunerkrankungen
  • Bakteriellen Entzündungen
  • Bluthochdruck
  • Borreliose
  • Bronchitis
  • Burn-Out-Syndrom
  • Darmentzündung
  • Diabetes I und II
  • Durchfall
  • Entzündungen
  • Fibromyalgie
  • Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
  • Grippalem Infekt
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Hauterkrankungen
  • Hepatitis
  • Herpes
  • Herzschwäche
  • HIV-Virus
  • Hypertonie
  • Hohen Cholesterinwerten
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krebs, v.a. hormonabhängigem Prostatakrebs, Brust-, Eierstock-, Blasen-, Haut-, Leber-, Lungen-, Speiseröhren-, Darmkrebs, Leukämie, Lymphom, Gehirntumor, Metastasen
  • Lungenentzündung
  • Metastasen
  • Milzschwäche- und Milzerkrankungen
  • Müdigkeit
  • Multipler Sklerose
  • Ödemen
  • Parkinson
  • Pilzinfektionen
  • Rheuma
  • Viralen Infekten                       
  • Verdauungsstörungen
  • Verringerung der Nebenwirkungen bei Chemo- oder Strahlentherapie
  • Verschleimung

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